150 Jahre Lourdes – Ist Pilgerurlaub immer noch zeitgemäß?
30.Januar.2008 admin
Es war im Jahr 1858, genauer gesagt am 11. Februar, als die 14-jährige Bernadette Soubirous in der französischen Kleinstadt Lourdes davon berichtete, ihr sei Maria, die "Mutter Gottes" erschienen:
Noch 17 Mal in den folgenden Monaten offenbarte sich die Jungfrau Maria dem Kind. Die Quelle, die das Mädchen auf ihr Geheiß freigrub, sprudelt seitdem ununterbrochen. Weil während der Erscheinungen Kranke, die an der Grotte beteten, gesund wurden, sprach man von Wundern – von den 7500 dokumentierten unerklärlichen Heilungen hat die katholische Kirche 67 als Wunder anerkannt. wie der Kölner Stadt Anzeiger berichtet.
Was klein angefangen hat, ist mittlerweile einer touristischen Hochburg gewichen. Nach Paris ist Lourdes – gemessen an der Zahl der Übernachtungen – die zweitgrößte Tourismusmetropole des Landes. Sage und schreibe sechs Millionen Menschen fanden im Jahr 2007 ihren Weg zu der Pilgerstätte – wohlgemerkt: wir sprechen über ein Städtchen von gerade einmal 15.000 Einwohnern.
Insofern ist die Frage, die ich in der Überschrift gestellt habe auch irgendwie hinfällig: So seltsam es sein mag, aber der Pilgertourismus boomt wie noch nie. Insbesondere im Jubiläumsjahr soll in Lourdes – man verzeihe mir dieses Wortspiel – "die Hölle los sein".
Doch auch Nicht-Pilger kommen in Lourdes auf ihre Kosten, handelt es sich hier doch um einen beliebten Ausgangspunkt für Wanderungen in den Pyrenäen.
Wer sich für einen Urlaub in Lourdes interessiert, findet unter der URL www.lourdes-infotourisme.com zahlreiche Informationen. Wahlweise sei an dieser Stelle auch die Webseite der Stadt (www.lourdes-france.org) erwähnt….
Nur eines kann ich sicher sagen: Wer seine Ruhe haben möchte, sollte sich ein anderes Reiseziel suchen …