Argentinien plant Einschränkungen im Antarktis-Tourismus
abgelegt im Archiv Aktuell am 26.11.07
Warum werden solche Entscheidungen immer erst dann getroffen, wenn es eigentlich zu spät ist? Die Rede ist von der Planung der argentinischen Regierung, den Tourismus in der Antarktis künftig einzuschränken und die zahlreichen Kreuzfahrtschiffe besser zu kontrollieren. Am vergangenen Freitag war in der Region die MV Explorer gesunken und hat durch die Havarie 185.000 Liter Öl ins Wasser geleitet.
Die argentinische Umwelt-Staatssekretärin Romina Picolotti hat nun reagiert und angemerkt,
dass die internationalen Abkommen zur Antarktis eine internationale Präsenz nur zu wissenschaftlichen Zwecken vorsähen "und keine touristische Aktivität".
Das mag sicherlich zutreffen, doch steht zu befürchten, dass sich auch in Zukunft niemand an diese Vereinbarung hält. Und auch die strengeren Kontrollen werden früher oder später nachlassen, denn mit Kreuzfahrten kann man nun einmal deutlich mehr geld verdienen als mit den meisten wissenschaftlichen Experimenten ...

Tags: Antarktis Explorer Schiff Untergang Kreuzfahrt
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Kommentar von:
Fuchs
(27.11.07 9:14 Uhr)
Kommentar von:
architekt
(29.11.07 16:16 Uhr)
Fragile Flora ist schon witzig. Da wächst doch außer Gletschern nix. Und die Kalben sogar dauernd (ungeschlechtliche Fortpflanzung ?).
:-)
:-)
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Ferner: für die Schiffe unter deutscher Flagge, also z.B. solcher der Reederei Hapag-Lloyd muß das zuständige Umweltbundesamt eine Genehmigung für Fahrten mit Landgängen in der AA erteilen. Fahrten ohne Landgänge in der AA sind vollst. genehmigungsfrei, denn die AA ist int. Gewässer. Für Schiffe anderer Nationen gilt vergleichbares.
Es bleibt jedoch das Problem, ob die AA für den Tourismus, so exclusiv er auch sein mag, taugt. Aus eigener Anschauung muß ich sagen: Expeditionstourismus mit überaltertem (aber zahlungskräftigem) Publikum ist in dieser Gegend der Welt mit extremen Wetterbedingungen und äußerst fragiler Fauna und Flora kaum mehr zu verantworten.