Bald ‘Palm Islands II’ in der Adria?
20.Oktober.2006 adminSlowenien will in der Adria eine künstliche Insel schaffen.
Kommt Ihnen irgendwie bekannt vor?

Genau: In Dubai sind solche künstlichen Inseln schon im Bau – drei Inselgruppen, um es genau zu sagen. Die gesamte Gruppe heißt Palm Islands. Naheliegend, hat doch jede Gruppe die Form einer Palme. Die Inseln tragen die Namen "Jebel Ali", "Jumeirah" und "Deira" mit "Stämmen" von je 5 km bzw. 14 km Länge bei "Deira". Tja, think big!
Aber zurück nach Europa: Zwischen 2013 und 2020 plant Slowenien, in der nördlichen Adria eine Insel in Form eines Fisches mit Grünanlagen, Wellness- und Vergnügungszentren zu bauen und sie über eine Brücke mit dem Festland zu verbinden. 30.000 Quadratmeter groß soll die Insel werden. Und 100 Millionen Euro kosten. Für die Konstruktion des Eilands sollen Steine und Erde, ausgegraben für die künftige Autobahn Kopar-Izola, verwendet werden.
Ein paar Fakten zur Wirtschaft Sloweniens, zitiert aus der Kleinen Zeitung Steiermark:
Slowenien besitzt eine gemischte Wirtschaft die sich zum einen auf die lokalen (alpinen) Traditionen des Handwerks und der Landwirtschaft beziehen, zum anderen moderne Dienstleistungen abdecken. Slowenien ist mit knapp zwei Millionen Einwohnern zwar ein kleines Land, wirtschaftlich aber sehr gesund. Slowenien ist seit 2004 Mitgliedsstaat der Europäischen Union und das pro-Kopf Einkommen der Slowenen liegt im europäischen Mittelfeld. Slowenien hat sich zum Musterbeispiel unter den mitteleuropäischen EU-Beitrittsländern entwickelt.

Ins Stocken könnte der Bau allerdings geraten, weil sich Slowenien und Kroatien über den Verlauf ihrer Grenzen nicht einigen können. Slowenien behauptet nämlich, die gesamte Bucht des Städtchens Piran gehöre ihm, während Kroatien Anspruch auf die Hälfte der Bucht erhebt.
Das erzürnt die Slowenier sehr, verfügt doch Kroatien über 1.200 Küstenkilometer gegenüber nur 46 km Felsküste in Slowenien.
Schon drohen einige Stimme in Slowenien, sich gegen den Beitritt des Kandidaten Kroatien in die EU auszusprechen, sollte der nicht im Grenzstreit nachgeben.
Quelle: Kleine Zeitung Steiermark via Stern-Shortnews.
Hmm, irgendwie finde ich, die Welt wird immer verrückter. Aber spannend ist es schon.