Bauboom in Montenegro
27.August.2008 admin
© mblomqvist
Ist im Tourismusbereich von einem bauboom die Rede, so horchen wir meist auf. "Da geht offensichtlich was" – so die nachvollziehbare Reaktion und vielleicht zieht man auch in Erwägung, das potentiell neue Boom-Gebiet zu bereisen. Im Fall von Montenegro könnte man auch von einem Bauboom sprechen – allein die Urlauber bleiben derzeit noch aus. Das berichtet die NWZ Online, wo von zahlreichen Bausünden die Rede ist:
Fünf-Sterne-Hotels, eine "Explosion" der Bettenzahl privater Vermieter, immer neue Luxusapartements für betuchte ausländische Kundschaft und komplette Dörfer mit Top-Villen für steinreiche russische Interessenten hoch in den Bergen mit fantastischem Blick aufs Meer – all das gibt es in Montenegro. Alle Jubelmeldungen können aber nicht verdecken, dass die laufende Saison ein Flop ist, heißt es bei Hoteliers, Souvenirhändlern und Tretbootverleihern.
Woran liegt es? Diese Frage drängt sich natürlich auf und nach Ansicht der Touristiker sind es in erste Linie die hohen Preise, die Urlauber abschrecken. Denn Montenegro setzt auf Reiche und Superreiche und möchte als erster ökologischer Staat der Welt puinkten. Strandpreis von 25 Euro (für zwei Liegen) sind dabei durchaus möglich.
Ein weiteres Problem ist der Mangel an qualifizierten Servicekräften, der gerade im hochpreisigen Segment sehr ins Gewicht fällt.
Wer sich trotzdem für eine Reise in den Adria-Staat interessiert, der sei auf die Webseite www.montenegro.travel hingewiesen, wo sich jede Menge Tipps finden.