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Bahnreisen
von Christoph Römer am 22.08.08

© Umland
So berichtet die "Welt" über einen neuen Plan der EU-Kommission:
die Schienenmärkte der Mitgliedsländer zu öffnen und Wettbewerb ohne Einschränkung auf die Strecken zu bringen. Das Ergebnis könnte eine Marktstruktur sein, die sich an den Billig-Fliegern orientiert.
Konkret soll bereits im Jahr 2011 die Nuovo Trasporto Viaggiatori (NTV) auf dem italienischen Markt erscheinen und der staatlichen Bahn den Kampf ansagen. Der FIrmengründer Luca Cordero di Montezemolo plant dabei, mit der Deutschen Bahn sowie der französischen SNCF zusammenzuarbeiten, was das Unternehmen umso schlagkräftiger machen dürfte.
Und das ist erst der Anfang, denn
In den meisten Mitgliedsländern der Europäischen Union sind die nationalen Staatsbahnen traditionell gegen Konkurrenz aus dem Ausland abgeschirmt. Wettbewerb auf den Trassen gibt es zwar inzwischen, in Frankreich ein wenig, in Deutschland bisschen mehr, aber wirklich offen sind die Märkte nur in Schweden oder Großbritannien.
Spätestens, wenn diese Monopole fallen, dürfte der Wettbewerb toben. Und sollten die Sicherheitsstandards beibehalten werden, dürften sich die BahnkundInnen freuen. Vorbei die Zeiten, in denen Zugtickets teuer und mit Zugbindung versehen waren. Ein positives Signal, sowohl für Verbraucher als auch für die Umwelt.
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