China: Erdbeben schadet Tourismus
4.Juni.2008 admin
© Marc van der Chijs
Das eine vorweg: Es ist schon klar, dass die Menschen in der chinesischen Erdbebenregion Sichuan momentan andere Sorgen haben, als Touristen einen schönen Tag zu bescheren. Doch mittelfristig kommt nach der Erdbebenkatastrophe eine andere, ökonomische, katastrophe auf Dujiangyan und die anderen Reiseziele zu.
Kaum eine andere Region innerhalb Chinas ist so beliebt, wenngleich viele Menschen hierzulande nur Shanghai und Peking kennen. So berichtet der Spiegel:
Ein Mitarbeiter des Fremdenverkehrsamts von Sichuan schätzt die Schäden an den Sehenswürdigkeiten der Provinz auf umgerechnet 46 Milliarden Euro. Wie hoch die Verluste für die Tourismusbranche insgesamt ausfallen werden, mag sich derzeit niemand vorstellen. Viele der Hauptattraktionen von Sichuan befanden sich im Herzen des Bebens. Sie bleiben bis auf Weiteres geschlossen, sagt Behördenvertreter Miao Yuyan.
Zu den geschlossenen Attraktionen kommt das Gefühl der Angst. So wird es bestimmt Touristen geben, die aus Angst vor weiteren Erdbeben keinen Urlaub in Sichuan machen. Die nächste Katastrophe ist also schon in Sicht und man kann nur hoffen, dass die Krise schnell überwunden wird.
Ich hatte eigentlich vor diesen Sommer einen freund von mir in Peking zu besuchen, und sich dann bei Gelegenheit das Land zu erkunden. Doch nach dem Erdbenen war ich schon eingeschüchtert und habe mich für ein anderes Land entscheiden.