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Asien
von Christoph Römer am 09.04.08

© PhotoFusion
In der Süddeutschen Zeitung findet sich ein durchaus kontroverser Artikel zu dieser Frage. Einerseits ist es durchaus nachvollziehbar, nicht in ein Land zu reisen, dessen Politik massiv gegen die Menschenrechte verstößt. Zum anderen trägt Reisen zur Völkerverständigung bei und eventuelle Vorurteile lassen sich nun einmal nur vor Ort abbauen. Darüber hinaus sind die wirtschaftlichen Folgen eines Boykotts sicherlich nicht allzu stark:
Durch den Verzicht auf eine China-Reise gegen Pekings Politik zu protestieren, sei kein vielversprechender Ansatz - so denkt dagegen Prof. Torsten Kirstges. Ein Reiseboykott würde die politische Führung nicht so stark treffen, dass sich ein Umdenken in der Tibet-Frage erzwingen lasse, sagt der Tourismusforscher an der Fachhochschule Wilhelmshaven. Denn die Bedeutung des Tourismus für Chinas Wirtschaft sei nicht so groß, dass sich ein erheblicher Druck ausüben lasse.
Eine mögliche Lösung sind Begnungstrips anstelle von Pauschalreisen. Doch:
Wer moralische Bedenken hat, sollte mit einem Reiserücktritt allerdings nicht lange warten. Denn je näher der Reisetermin heranrückt, desto höher wird auch der Stornokostenanteil.
Das Thema ließe sich im übrigen auch auf andere Urlaubsländer wie birma aber auch viele arabische Länder anwenden, in denen - nach Ansicht des Auswärtigen Amts - ebenfalls massiv gegen Menschenrechte verstoßen wird.
Permalink: China-Reisen politisch korrekt?
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Wong
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Kommentar von:
travelpassion
(09.04.08 11:48 Uhr)
Also ich muss sagen, ich verstehe nicht so ganz, wie alle Nationen so leichtfertig sagen, dass sie an den Spielen teilnehmen, da der Sport eine riesige Macht besitzt und möglicherweise wirklich etwas bewegen könnte. Ob der Einzelne mit einem China Reiseboykott diese Wirtschaftsmacht wirklich treffen kann ist fraglich. Aber eins ist klar, die Armen, die Leute mit den Straßenläden, die Souvenirverkäufer, die trifft man mit einem Reiseboykott hart!
Kommentar von:
chinareisen
(06.09.08 21:20 Uhr)
Also, die Olympiade wäre schon eine Chance gewesen, politisch Farbe zu bekennen, aber nachdem es eh nur ums Geld geht und das IOC nicht gerade einen unbestechlichen Eindruck macht, ist diese Chance wohl vertan worden. Als Einzelner kann man wohl durch den Boykott eines Chinaurlaubs wenig bewirken.
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