de Young Museum
14.März.2006 adminNachdem ich hier
bereits von der Eröffnung des de Young Museum im Golden Gate Park in San Francisco berichtet habe, konnte ich mir am vergangenen Wochenende selbst einen Eindruck von dem architektonischen Wunderwerk verschaffen.
Dreht man sich um 360 Grad, speichert man eines der schönsten Stadtpanoramen der Welt: Parks und hügelige Grünzüge wechseln sich ab
mit Ausblicken auf den Pazifik samt kahler Küstenberge, viktorianischen Holzvillen, goldüberkuppelten orthodoxen Kirchen, Hochhäusern aus den Zwanzigern und einer in milchiger Ferne schwebenden Downtown.
San Francisco ist auch aus der Luft sehenswert. Zumindest vom Observation Deck im sechsten Stock des Campaniles, der das neue De-Young-Museum
der Architekten de Herzog & de Meuron krönt.
Drinnen freilich ist alles harmonisch, ohne harte Kanten und scharfe
Ecken, wunderbar organisiert, perfekt auf die Mischung der Sammlungen ausgerichtet, minimalistisch und überwältigend, den Blick konzentrierend
und doch immer wieder überraschende Ausblicke in den Park eröffnend.
"ber italienische Porphyrböden und Eukalyptusparkett gleitet man durch
84 000 Quadratmeter Ausstellungsflächen. Flutende Treppen inszenieren
sich, weiträumige Perspektiven, aber auch Verengungen tun sich auf.
Besonders die Foyers mit ihren sich verjüngenden Fluchtlinien atmen Schiffsatmosphäre. Bisweilen fühlt man sich auch wie bei Daniel Libeskind.
An sonnigen Tagen kann man hier wunderbar spazieren gehen, die Seele baumeln lassen, Sport treiben, oder einfach nur das Wochenende ausklingen lassen. Ich werde auf jeden Fall noch einmal wiederkommen.
Weitere Artikel zu San Francisco oder dem de Young Museum gibt es hier
und hier.
Nachtrag 06. Juni: 2kewl4u.com