Die Reise beginnt im Web
8.Dezember.2005 adminDie Suche im Internet ist die wichtigste Informationsquelle vor der Reise. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen studie von Overture Services und Comscore Networks. Die Mehrheit der Reisenden informiert sich sogar ausschließlich online. Doch bei der Zufriedenheit können Reisebüros das Web schlagen.
Befragt wurden Personen in Deutschland, die in den vergangenen sechs Monaten eine Reise geplant hatten. Die Studie zeigt auch, wie stark das Internet in unseren alltag vorgedrungen ist: Denn 94 Prozent der befragten gaben an, im Internet nach Informationen zu ihrer Reise gesucht zu haben. 65 Prozent haben sich gar völlig auf das Internet als Quelle verlassen. Am häufigsten startet die Recherche mit einer Anfrage an eine Suchmaschine (62 %). Erst danach kommt der direkte Weg zu Online-Reisebüros oder spezialisierten Reise-Webseiten.
In der Detail-Ansicht schneiden die Online-Quellen besonders gut ab, wenn es um exklusive Inhalte geht: Hier finden Urlauber nämlich Informationen, die sie nur im Internet finden, nicht in Reisebüros und nicht im Freunds- und Bekanntenkreis – ein eindeutiges Indiz, dass auch die vielen spezialisierten Reiseinformations-Angebote genutzt werden.
Bei den Informationsquellen der Reisenden dominiert das Web: Auf Suchmaschinen (62%), Online-Reisebüros (51%) und Reiseseiten (48%) folgen noch Unternehmensseiten (34%), erst danach kommen die Offline-Quellen: Freunde und Familie (33%), Reiseprospekte (31%) und Reisebüros (26%).
Dabei unterscheiden sich die verschiedenen Reisearten deutlich: So haben bei Pauschal-Angeboten Offline-Quellen die Nase vorn, mutmaßlich wiegen hier die Kataloge der Veranstalter schwer. Bei allen anderen Reisearten von Hotel bis Last-Minute oder Mietwagen liegen wieder die Internet-Medien vorne.
Doch wie sieht es aus, wenn tatsächlich gebucht werden soll? Hat es das Internet vom Recherche-Medium Nummer Eins auch zum Buchungsmedium Nummer Eins geschafft? Klares ja. Bei allen Reisearten haben die Befragten mehrheitlich online gebucht, am meisten Flugtickets und Mietwagen (je 77%), am wenigsten Hotels (53%).