Diskussion: Schadet die Umweltzone wirklich dem Tourismus?

9.Januar.2008 admin
Diskussion: Schadet die Umweltzone wirklich dem Tourismus?

Umwelt und Tourismus – nur in seltenen Fällen schaffen es diese beiden Themen wirklich einander zu ergänzen und "zueinander zu finden". Aktuelles Beispiel für die vorgeblich Problematik, die der Umweltschutz für die Tourismusindustrie bedeutet, ist die debatte um die Umweltzonen in zahlreichen deutschen Großstädten. In Berlin fürchten das Fuhrgewerbe erhebliche Einbußen, da ab 2010 nur noch Busse mit der grünen Umweltplakette unter den Linden, auf dem Ku´Damm oder am Potsdamer Platz herumgondeln dürfen:

Es sei zu befürchten, dass bei strikter Befolgung der derzeitigen Rechtslage nicht genügend Busse für Touristen zur Verfügung stünden. "Wir müssen damit rechnen, dass sie im Regen stehen" Man habe darum ab Mitte des Jahres Gespräche anberaumt, um den Erfolg der Umweltzone zu bewerten und Wege für den Busverkehr ab 2010 zu finden., so ein Statement in der Morgenpost.

Dass auf der anderen Seite die berühmte Berliner Luft noch besser wird und das man vom S-Bahn-Ring, der die Umweltzone markiert, perfekt zu den gesamten touristischen Orten kommt, wird in dem Artikel allerdings nicht erwähnt. Und überhaupt: Warum können denn nicht auch Busse dem Euro-4 Standard genügen? Das ist vielleicht bis 2010 mit großen Kosten verbunden, doch sollte zumindest zu erkennen sein, dass auch die Betreiber von Reise- und Rundfahrtsbussen willens sind, ihren Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Dann wären sicherlich auch Übergangsfristen denkbar …


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