Elefantenjagd in Südafrika?
26.Februar.2008 admin
"Endlich wieder Elefantenjagd" – nein, diesem Satz kann ich mich nun wirklich nicht anschließen. Doch scheint nachwievor ein vitales touristisches Interesse daran zu bestehen, die berüsselten Dickhäuter zu erledigen. So berichtet der Spiegel, dass Südafrika erstmals seit 14 Jahren wieder den Abschuss der Tiere freigeben soll. Warum dies fragt man sich da? Doch wohl nicht nur wegen der Touristen? Der Grund liegt angeblich in einer Überpopulation und so erfahren wir:
Damals [im Jahr 1994] gab es im Krüger-Nationalpark 8000 Elefanten, heute wird ihre Zahl auf 14.000 geschätzt. Rund 6000 weitere leben in anderen Reservaten Südafrikas. "Wir werden in bestimmten Teilen des Landes das Culling aufnehmen, aber es gibt keine Absicht für ein umfassendes Abschlachten", sagte [Umweltminister Marthinus] van Schalkwyk.
Tierschützer sehen das ein wenig anders und kündigten bereits Proteste an. So ist teilweise sogar ein Aufruf zum Tourismus-boykott während der Fußball-WM geplant. Ob das nicht ein wenig übertrieben ist? Was meinen Sie? Sollte man das Töten von Elefanten sanktionieren? Oder gleich mit zur Flinte greifen? Meinungen sind erwünscht.
Das finde ich absolut schokierend, der Tourismus hat schon genug Umwelt zerstört – irgendwann muss da ein Ende sein. Elefantenjagd als Touristenattraktion ist mit Sicherheit eine große Gefahr für die Dickhäuter!
Ganz so blauäugig sollte man das nicht sehen: Seit Jahrzehnten werden die Elefantenbestände im Krügerpark kontrolliert, d.h. durch angestellte Wildhüter erlegt (meist vom Helikopter aus) und die verwertbaren Teile vermarktet. Was spricht dagegen, diese (notwendigen) Abschüsse durch zahlende Touristen tätigen zu lassen? Dies bringt dringend benötigtes Geld in die Kassen der Parks und schafft Arbeitsplätze für Jagdführer, Fährtenleser, usw.! Man sollte hier grundsätzlich unterscheiden zwischen notwendigen Abschüssen zur Bestandsreduzierung und anderen.