Fidschi: Alternative Urlaubsformen

9.Juli.2008 admin
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© lander2006

Sie liegen – aus unserer Sicht – am "Ende der Welt" und doch üben die Fidschi-Insel einen großen Reiz auf Urlauber aus. Das liegt neuerdings nicht mehr nur an den palmengesäumten Traumstränden sondern auch an einer neuen Form des Tourismus. Die FAZ berichtet unter der pointierten Überschrift Das Paradies 2.0 ist da! von der Idee, eine Insel neu zu besiedeln und dort die Traditionen des Gastlandes zu übernehmen:

Tribewanted.com ("Private island for sale") – so der Name des Projekts, eine Online-Community mit Echtweltbezug:

Ein virtueller Stamm, der auf seiner Insel zusammenkommen würde. Tribewanted sollte das Wissen des Internets nach Vorovoro bringen, online-demokratisch sein und ökologisch nachhaltig, die Traditionen des Yavusa-Stammes respektieren und ihnen eine Erwerbsmöglichkeit schaffen.

Dabei geht es natürlich nicht um Massentourismus, denn mit 30 Personen ist die Insel Vorovoro fast schon ausgebucht. Eher sind es Traveller und Rucksacktouristen, die voll und ganz der Technologie des so genannten Web 2.0 huldigen:

Bucht man online, sieht man sofort, wer zur gleichen Zeit auf Vorovoro sein wird und wer einen ähnlichen Musikgeschmack hat. Tribewanted.com nutzt die Möglichkeiten der Vernetzung des Internets. Die Leute vom Yavusa-Stamm und ihre kleine Insel befinden sich mittendrin in den Eingeweiden des Web 2.0, in Videostreams auf Youtube.com, Foto-Pools auf Flickr.com, Mikro-Blogs auf Twitter.com oder Profilseiten auf Facebook und Myspace.

Ob es sich bei dieser Form des Community-Urlaubs um eine tragfähige Zukunfsvision handelt, bleibt abzuwarten. Das Projekt endet zumindest in einem Jahr. Ob es verlängert wird, ist derzeit noch offen….


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