Grenztourismus: Zum Haareschneiden nach Polen
22.August.2007 admin
Was Friseure können, können nur Friseure – dieser Satz stammt zwar aus Deutschland, gilt aber natürlich auch für die Haareschneider jenseits der Grenze. Und offensichtlich scheint der Haarschnitt in Polen deutlich günstiger zu sein als hierzulande. Das Resultat: Hunderte von Menschen aus Berlin und Brandenburg fahren über die Grenze, um sich dort frisieren zu lassen. In der Frankfurter Neuen Presse heißt es hierzu:
In einem polnischen Dorf direkt an der Grenze konkurrieren fast 30 Salons inmitten eines riesigen Schnäppchenmarktes um die Gunst der Kunden.
Polnischkenntnisse scheinen für die Grenzübertritte nicht notwendig zu sein, denn die meisten Friseure sind des Englischen oder gar des Deutschen mächtig:
Aber nicht nur Friseure sind fürs Haupthaar zuständig: Chirurgen verpflanzen Haare, um so eine Glatze zu verbergen, Hautärzte entfernen sie, wo sie unerwünscht sind. Wolfgang L. könnte ein rundum zufriedener Mensch sein wenn da nicht der stetig lichter werdende Oberkopf wäre. Um dem Haarschwund Einhalt zu gebieten, hat er viele Haarwuchsmittel ausprobiert, doch keines hat geholfen. Seine letzte Hoffnung setzt Wolfgang nun in eine Eigenhaartransplantation. Durch eine Umverteilung noch vorhandener Haare soll der Eindruck einer dichten frisur entstehen.
Einer Studie des Europäischen Verbraucher Zentrums (EVZ) zufolge, haben sich bereits über 50 Prozent der Menschen im Deutsch-Polnischen Grenzgebiet die Haare jenseits der Grenze schneiden lassen.
Für die polnischen Friseure mag das ja toll sein, für die deutschen Friseure (vorallem da an der Grenze) wohl eher nicht.
Aber dasselbe gilt wohl auch für die Zahnärzte.