Hotels bald mit kostenlosem Internet-Zugang?
2.Juli.2007 admin
Wer kennt das nicht? Da möchte man im Hotel nur mal kurz die E-Mails abrufen und wird genötigt, ein Tagesticket für mindestens fünf Euro oder gar ein Wochenabo oder sonstige Arrangements zu erstehen. Ein typisch deutsches Phänomen, wenn man der Tageszeitung "Die Welt" glaubt. So lesen wir:
Internet-Surfen ist in deutschen Hotels meist ein teures Vergnügen. Gebühren von 10 Euro oder mehr für eine Stunde im World Wide Web sind keine Seltenheit – sehr zum Verdruss der Gäste, die in Unterkünften anderer Länder den Online-Zugang oftmals gratis genießen können.
In den USA bietet mehr als die Hälfte des Hotels einen kostenlosen Internetanschluss, in Skandinavien sind es noch einmal deutlich mehr.
In Deutschland verläuft die Entwicklung ein wenig schleppender, was vor allem an momentan noch bestehenden Verträgen der Hotels mit einzelnen Providern liegt. So lesen wir bei Verivox:
"Die Tendenz zum kostenlosen Zugang ist da", meint zwar Hartwig Bohne vom Hotelverband. Doch den "großen Druck" sehe er in der Branche derzeit nicht. Das Problem: Viele Hotels stecken noch in langfristigen Provider-Verträgen. Und die Kosten dafür möchten die meisten Manager nicht auf die Zimmerpreise draufschlagen.
So bleibt es für Hotelgäste nur, sich zu gedulden und bei zu unverschämten Preisen einfach ein Internetcafe aufzusuchen.
Langfristige Provider-Verträge? Was für eine lahme Ausrede. Weltweit ist kostenloses WiFi mittlerweile so gut wie Standard, egal ob in einer Backpacker-Region wie an der Ostküste Australiens, in Manhattan oder in einem kleinen thailändischen Ort. Nur in Deutschland bekommt man fast nie freies WiFi (und oft noch nicht mal kostenpflichtiges). Was für eine Blamage, v.a. da durch Flatrates exakt “0″ EUR an zusätzlichen Kosten anfallen (bzw. maximal Kosten für zusätzliche Router/WiFi Expander).