Innerdeutsche Grenze soll "Grünes Band" werden

8.Mai.2007 admin
Innerdeutsche Grenze soll "Grünes Band" werden

Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört!, so formulierte es der ehemalige Berliner bürgermeister und Altkanzler Willy Brandt im Jahr 1989 angesichts der sich abzeichnenden Wiedervereinigung. Und in der Tat wachsen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze vor allem Bäume, Sträucher und zahlreiche seltene Pflanzen. So spricht der BUND von einem "Grünen Band", dass sich auf einer Länge von 1.393 Kilometer durch Deutschland zieht und nennt dieses:

Eine Perlenkette wertvollster Biotope mit Altgrasfluren, Busch- und Waldparadiesen, Sümpfen und Heiden. Hier haben seltene Tierarten wie Braunkehlchen, Schwarzstorch und Fischotter eine Heimat gefunden.

Warum sollte man dieses einzigartige Biotop nicht auch für den Tourismus nutzen, haben sich einige Regionen gefragt und an dem Modellversuch "Grünes Band" für den sanften Tourismus teilgenommen:

So schreibt die Mitteldeutsche Zeitung:

Zunächst wurden drei Modellregionen ausgewählt: die Region Elbe-Altmark-Wendland, der Harz sowie die Naturparke Thüringer Wald / Thüringer Schiefergebirge / Frankenwald. Im Jahr 2009 – 20 Jahre nach dem Mauerfall – soll touristisch mit dem "Grünen Band" in Deutschland und international geworben werden. Bis dahin sollen erste Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt vorliegen.

Es ist zu hoffen, dass diese Erkenntniss positiver Natur sind und wir schon bald Möglichkeit haben, die abwechslungsreichen Naturlandschaften zu Fuß, mit dem Fahrrad oder gar mit dem Kanu zu erkunden.


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