Kongo: zu Gast bei den Sapeurs
24.November.2009 adminKlar, ein Reisetipp sieht anders aus. Doch hat mich das Thema der kongolesischen Sapeurs so fasziniert, dass ich in diesem Kontext auch ein Posting unterbringen möchte. Schließlich findet man in kaum einer anderen afrikanischen Stadt so viel Stil-Bewusstsein wie in Brazzaville und das trotz der enormen Armut, die im Herzen des afrikanischen Kontinents herrscht.
So berichtet das Magazin “Geo” auf seiner Internetseite über die Dandy-Kultur in Brazzaville, die keineswegs nur die Reichen erfasst hat. Zunächst ging es dabei um eine Imitation europäischer Dresscodes doch
Als bien sapé, schick gekleidet, wurden die Nachahmer wiederum selbst zum Vorbild junger Männer, die sich irgendwann, in den 1970er Jahren, den Namen “Sapeurs” gaben und, eine Dekade später, in “La Sape” zusammenfanden: der “Société des Ambianceurs et des Personnes Elégantes”. Die Gesellschaft der Stimmungsmacher und eleganten Menschen, ein loser Bund von Dandys, zählt mittlerweile Tausende Anhänger bis in die kongolesischen Quartiere von Paris, London und Brüssel hinein.
Die Kleidung ist meist bunt aber überaus stylisch und wirklich eine Augenweide. Leider gibt es derzeit wenig touristische Infrastruktur in der Republik Congo (nicht zu Verwechseln mit der Demokratischen Republik Congo, die in den letzten JAhren durch Unruhen auf sich aufmerksam machte) doch wer sich beispielsweise für Kunsthandwerk interessiert, der wird in Städten wie Brazzaville oder Point Noire voll auf seine Kosten kommen. Tipps hierzu finden sich bei Urlaub-Welten.de und tolle Fotos von den Sapeurs auf der Geo-Webseite
Schaut man sich dieses Video an, mag man gar nicht glauben, dass Kongo ein so armes Land ist.
Es ist nett, ein typisch afrikanisches Land mal von einer anderen Seite zu sehen, danke für den Bericht und das tolle Video!