Kontrovers: Venedig erhebt Toilettengebühr

27.Januar.2009 admin
Kontrovers: Venedig erhebt Toilettengebühr
© somma1977

Ach, wäre die Welt doch immer so einfach, wie in der Bild-Zeitung. Denn diese hat direkt mal einen Standpunkt zur neuerdings erhobenen Toilettengebühr in Venedig. So ist von einer Pipi-Card die Rede und es finden sich Sätze wie:

Wer in Venedig mal muss, der muss künftig erst einmal blechen: Vom 1. Februar kostet eine Tageskarte für den Besuch öffentlicher Toiletten in der Lagunenstadt drei Euro.

Das klingt auf den ersten Blick unverschämt und angesichts der 21 Millionen Besucher im Jahr auch nach klingelnden Kassen. Doch auf der anderen Seite ist die Stadt Pleite und sieht kaum noch Chancen, die zahlreichen Denkmäler zu erhalten oder die Kanäle durch Ausbaggern vor der völligen Verschlammung zu bewahren.

Die drei Euro sind übrigens auch nur der Maximalbetrag, denn wer vorab bucht, ist mit lediglich 1,50 Euro dabei – Einheimische sogar noch günstiger.

Man kann die Sache finden, wie man will. Doch ob man die Gebühren nun in dieser Form erhebt oder durch Steuern, Kurtaxe, Parkgebühren etc. macht doch letztlich keinen großen Unterschied. Wichtig ist lediglich, dass die Stadt bald wieder in der Lage ist, ihre einzigartigen kulturellen Schätze zu erhalten.


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