Lake Malawi oder: How I learned to love the worm
9.Oktober.2007 admin
Mittlerweile bin ich wieder wohlbehalten back in Berlin doch möchte ich es mir nicht nehmen lassen, auch noch ein Posting über die touristische Hauptattraktion Malawis, den Lake Malawi zu machen. Doch um es vorweg zu nehmen: So ganz mein Fall war Senga Bay nicht. Offensichtlich sind die Ziele im nördlichen Bereich des Sees um einiges attraktiver aber eben auch weiter und so entschieden wir uns am Touriziel Nummer Eins abzusteigen.
Entsprechend war dann auch der Rummel und kaum hatte man einen Schritt aus dem umzäunten Hotel (mit Namen Cool Runnings) getan, war man von den so genannten Beach Boys umringt.
Okay: Es ist schon recht originell, sich als "Bushdoctor" vorzustellen, um "Medicine" bzw. Ganja zu verkaufen. Doch ist man ja keine 20 mehr, sodass wir dieses Angebot ebenso dankend abgelehnt haben wie die Schnitzereien, Touren etc.
Angenehmer war es dann im Livingstonia Hotel, denn hier war der Strand frei von Verkäufern, sodass wir auch mal ins Wasser gesprungen sind. Vermutlich wird sich dieses Bad als eines der teuersten meines Lebens erweisen, denn ruhendes Gewässer bedeutet in Afrika bilharziose bzw. Schistosomiasis-Gefahr. Hört sich schlimm an, ist aber leicht (und in Deutschland recht teuer) behandelbar. Bei Wikipedia heißt es zu dieser Krankheit:
Krankheitserreger sind so genannte Pärchenegel (Schistosoma), eine 1-2 cm lange Saugwürmergattung. Die von den Schnecken freigesetzten Larven dringen bei Kontakt im verseuchten Wasser durch die Haut des Menschen ein und wandern über Lymph- und Blutgefäße in die Leber, wo sie sich weiterentwickeln. Dann verbreiten sie sich über die Venen vor allem in Harnblase, Darm, Leber, Lunge und Gehirn, sowie über die Ausscheidungen in Oberflächengewässer.
Ganz schön eklig aber wer denkt schon an Würmer, wenn man sich wunderbar abkühlen kann …