Libyen entdeckt den Öko-Tourismus

13.September.2007 admin
Libyen entdeckt den Ã-ko-Tourismus

Normalerweise kennt man Libyen ja eher als einen "Schurkenstaat", wenngleich sich diese Bezeichnung in den letzten Jahren durchaus abgenutzt hat. Auch hat sich die Einstellung gegenüber dem nordafrikanischen Staat gewandelt, so dass es mittlerweile niemanden mehr wundert, dass auch die Tourismusbranche das Land entdeckt. Durch ein spektakuläres Projekt, möchte sich Libyen nun als Land des Ã-ko-Tourismus positionieren und so lesen wir im Spiegel:

Der Sohn des libyschen Revolutionsführers Muammar Gaddafi will sich mit einer Milliarden-Kampagne als Klimaschützer positionieren – und gleichzeitig eine gigantische Tourismus-Offensive starten. In der Grüner-Berg-Region im Nordosten des Landes sollen Ã-ko-Hotels und Bio-Bauernhöfe entstehen und gleichzeitig 70.000 Arbeitsplätze geschaffen werden, teilte Saif al-Islam Gaddafi mit.

Sage und schreibe 290 Kilometer Stand sollen zu eine Art libyscher "Cote d´Azur" werden,wohlgemerkt: Mit Ã-ko-Touch, denn

Gleichzeitig sollen jedoch die Bautätigkeiten auf ein ökologisch vertretbares Maß beschränkt werden – in einer erklärung verpflichtete sich Libyen, mehrere Naturschutzgebiete zu errichten und die archäologischen Stätten zu bewahren., wie es in der AHGZ heißt.

Es bleibt abzuwarten, ob diese ehrgeizigen Pläne jemals in die Tat umgesetzt werden.


3 Responses to “Libyen entdeckt den Öko-Tourismus”

  1. Wir wollten vor ein paar Jahren mal eine Reise durch Lybien machen. Die Vorschriften bezüglich Visum (alle Dokumente hätten auch noch übersetzt und beglaubigt werden müssen) war so kompliziert, dass wir es von der Zeit her nicht geschafft hatten.
    Wenn diese Vorschriften immer noch so streng sind, kann ich mir das mit dem Tourismus allerdings nur schwer vorstellen.

  2. Hallo schöner Artikel!

    Ist halt die Frage, ob man wirklich einen Pauschalurlaub in einem Clubhotel ala Tunesien in Libyen buchen möchte. Das bekomme ich die nächsten jahre mit Sicherheit billiger in benachbarten Ländern. Abgesehen davon erlebt man dann mit Sicherheit nicht das eigentlich interessante an Libyen während seinem Urlaub – das sind nämlich seine Bewohner und deren Mentalität die noch erfrischend unaufdringlich sind im Gegensatz zu anderen arabischen Reiseländern. Was die komplizierten Einreisevorschriften betrifft gibt es eine ganze Reihe an Agenturen, die man genau dafür benutzen kann ohne großen Aufwand zu haben. Aber das hat natürlich seinen Preis und man muss es rechtzeitig machen. Araber sind ja allgemein resistent gegen feste Terminabsprachen :-)

    Grüße,

    Tourist-Guy

  3. Roli

    Ich war vor einigen Tagen in Libyen bzw. in Tripolis und war erstaunt darüber, was es für historische Städte gibt. Die römische Stadt Leptis Magna, ca. 1 Stunde von Tripolis entfernt, ist einorm groß. Wir sind über 4 Stunden in der “Stadt” mit einem Führer unterwegs gewesen und waren total beeindruckt.

    Auch Sabratha, eine Stunde Richting Westen von Tripolis ist sehr beeindruckend. Wer sich für die römische Geschichte interessiert wird das Zielgebiet Libyen bestimmt schon lange kennen.

    Die Reiseführer die es dort für viel Geld auch auf eine “Art Deutsch” gibt, kann man sich sparen. Habe kein Wort verstanden was dort geschrieben war.

    Tripolis selber ist nicht ganz so interessant. Jedoch findet man dort einen Souk, der nicht touristisch ist (noch nicht!).

    In der Tat haben sich die Einreisebestimmungen 2008 einige Male geändert und man sollte lieber mit einem Reiseveranstalter einreisen.

    Als ich zurück kam, habe ich festgestellt, dass es genau für meine Reise einen neuen Reiseführer (Libyen-Tripilis) gab. Dort finden man sehr gute Empfehlungen auch über ein Hotel, was ich vorher leider nicht kannte. Wer zu spät kommt,….

    Also auf Libyen sollte man sich wirklich gut vorbereiten und man kann es bestimmt nicht mit Tunesien oder Ägypten vergleichen. Es ist (noch) ein wahrer Geheimtipp, was sich bestimmt in den nächsten Jahren ändert wird.

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