Mar Musa – Pilgerreise nach Syrien
8.Oktober.2009 admin
© Ai@ce
Die Frage, ob das syrische Kloster Mar Musa nun fernab von allem oder mitten im Brennpunkt der Geschichte liegt, dürfte je nach Betrachter unterschiedlich beurteilt werden. Fest steht jedoch, dass sich der altehwürdige Bau in Syriens Wüste unmittelbar an der Seidenstraße befindet und damit jede Menge Geschichte geschrieben hat.
Im Spiegel ist nun nachzulesen, dass hier neuerdings der Tourismus (wieder-)belebt wurde und mehr und mehr Pilgergruppen die Ruhe des Jahrhunderte alten Gebäudes zu genießen:
Normalerweise ist es nicht ganz so einfach, das katholische Kloster inmitten des muslimischen Landes zu entdecken. Es gibt keine Werbung und keine öffentlichen Verkehrsmittel, die Besucher hierher bringen. Wenn man Glück hat, findet man ein Taxi in der Wüstenstadt Nebek, oder man trampt sich einen Wüsten-Highway entlang.
Mittlerweile leben zehn Mönche und zwei Nonnen aus Italien, Frankreich und Syrien in dem Kloster und sorgen für das leibliche Wohl ihrer Gäste. Der Aufenthalt kostet nichts, wobei sich Reisende mit kleinen Arbeiten wie Abwaschen oder Gemüseschneiden für die Gastfreundschaft bedanken können.
Im Inneren der Kirche warten unter anderem 900 Jahre alten Fresken und zu den gleich drei Mal am Tag stattfindenden Messen sind Menschen aller GLaubensrichtungen eingeladen. Ein Symbol für die Völkerverständigung, wenn man so will doch vor allem ein echter Geheimtipp für alle Urlauber, die Ruhe und nichts als Ruhe suchen….