Morgen ist der Dijous Bo in Inca, Mallorca
15.November.2006 admin
Inca liegt im Landesinneren Mallorcas, dem sogenannten Pla, umrahmt von bergen, mit Blick auf das Kloster Santa Magdalena und ist vor allem für ihre Lederwaren- und Schuhindustrie bekannt.
Und wie jeden dritten Donnerstag im November findet hier morgen, am 16. November 2006, der Dijous Bo – "Fetter Donnerstag" oder "Guter Donnerstag" – statt.
Der größte Markt und gleichzeitig das beliebteste Fest Mallorcas lockt unglaublich viele Menschen hierher: Incas Bürgermeister rechnet mit 200 000 Besuchern, die Stände der über 800 Aussteller ergäben nebeneinander gestellt eine Strecke von etwa zehn Kilometern.
Mit dem Dijous Bo wird in Inca die traditionelle Herbstkirmes abgeschlossen, die seit 1543 veranstaltet wird. War sie anfänglich ein großer Viehmarkt werden heute vor allem Kunstgegenstände, Handwerksarbeiten und kulinarische Leckerbissen angeboten.
Schon Tage vor dem "Fetten Donnerstag" brodelt in Inca die Feststimmung. Eine Party jagt die nächste, überall gibt es Programm: Parties, Live-Musik, Modenschauen und am Dijous Bo selbst die Mallorca Rallye mit Vorführungen gewagter Fahrkünste:
Außerhalb des Dijous Bo hat Mallorca allerdings deutlich attraktivere Reiseziele zu bieten, jedenfalls, wenn man Dr. Hans R. Grundmann in seinem Buch Mallorca – Das Handbuch für den optimalen Urlaub Glauben schenken möchte:
Inca, kommerzielles Zentrum der westlichen Zentralregion, liegt etwa auf halbem Weg zwischen Palma und Alcúdia. Mit rund 25.000 Einwohnern ist Inca für mallorquinische Verhältnisse bereits eine Großstadt, wiewohl keine besonders attraktive. Zwar existieren eine kleine Altstadt mit engen Gassen und Kopfsteinpflaster und – wie überall auf Mallorca- einige altehrwürdige Kirchengemäuer, aber so richtig Sehenswertes ist kaum auszumachen. Schon gar nicht außerhalb des Zentralbereichs. Damit nicht genug, auch den beiden wichtigsten touristischen Motiven für einen Inca-Besuch darf Skepsis entgegengebracht werden:Zunächst ist da der Donnerstags-Markt, der die gesamte Altstadt von der Plaça José Antoni bis zur Carrer Bisbe Llompart okkupiert. Dort werden zwar auch ein bisschen landwirtschaftliches Gerät, Obst und Gemüse angeboten, aber ansonsten massenhaft Billigartikel von T-Shirts bis hin zu allerlei elektronischer Importware. Mindestens zwei Drittel der Stände zielen einzig und allein auf Touristen-Kundschaft. Farbigkeit kann man dem Markt in Anbetracht des internationalen Publikums und eines großen Anteils afrikanischer Händler also kaum absprechen, nur ist das nicht "typisch" Mallorca. Da sind die Stände im Marktgebäude an der Carrer Miquel Durán originärer und darüber hinaus täglich vormittags (außer sonntags) geöffnet.
Wenn es sich gut mit anderen Vorhaben kombinieren lässt, ist der Inca-Markt interessant genug für einen Zwischenstopp, nur eigens dafür einen Ausflug planen sollte man nicht gerade.Auch nicht für einen Besuch der Lederfabriken bzw. ihrer riesigen Supermärkte, die unübersehbar an der Ortsumgehung, im Bahnhofsumfeld und an der Gran Via de Colón liegen. Man findet dort alles, was irgendwie aus Leder hergestellt werden kann, vor allem Schuhe, Konfektion, Koffer und Taschen. Im Gegensatz zu früheren Jahren sind Lederwaren aber weder bei den Direktvermarktern in Inca noch überhaupt auf Mallorca besonders preiswert. Nicht einmal klare Unterschiede zwischen dem Preisniveau in fabrikeigenen Inca-Läden und Läden in Palma oder sonstwo lassen sich beobachten.
Mehr Informationen zum Dijous Bo und zu Inca:
www.mallorca.de
www.mallorca.citysam.de
Autovermietung Mallorca
Alle Artikel im Mallorca-Blog zum Dijous Bo
wäre hier auch relevant:
http://www.wellness-heaven.net
ist echt lustig …