Nach uns die Sinnflut – Tourismus in Sachsens Flutregionen blüht
4.Juli.2007 admin
Manchmal scheinen selbst Naturkatastrophen ihre guten Seiten zu haben. Denn als vor fünf Jahren das Augusthochwasser zahlreiche Städte Sachsens und Sachsen-Anhalts zum Teil regelrecht verwüstete, hätte niemand geglaubt, dass ein Wiederaufbau so viel Schönes zutage fördern würde. Der Spiegel hat eine Reise in die ehemalige Flutregion unternommen und stellt fest:
manche Attraktion erstrahlt jetzt schöner als zuvor
Insbesondere in Grimma, das gewissermaßen zum Symbol für die Flutkatastrophe geworden war, ist mittlerweile nichts mehr von den Schäden zu erkennen. Doch auch an anderen Orten hat der Wiederaufbau eher zur Verschönerung der Orte beigetragen:
In der Sächsischen Schweiz, wo sich kleine Bäche zu wilden Flüssen entwickelten, die alles mitrissen, was sich ihnen in den Weg stellte, sind zahlreiche beliebte Ausflugsorte wie das Amselgrundschlösschen, der Kurort Rathen oder das "Parkhotel" in Bad Schandau wieder hergerichtet.
Der campingplatz in Königstein ist so modern wie nie. Anfang 2007 wurde der Schlosspark Weesenstein wieder eröffnet und gleich zu einem der zehn schönsten deutschen Parks gewählt. "Das ist nach fast viereinhalb Jahren Aufbau-Zeit eine große Ehre für alle Weesensteiner", sagt Tino Richter vom Tourismusverband Sächsische Schweiz in Pirna. "Die touristische Infrastruktur in Sachsen ist so gut wie vor der Flut, meist sogar noch besser", ergänzt Anja Renner vom Landestourismusverband Sachsen in Dresden. Das gelte unter anderem für viele Hotels und Gaststätten entlang der Elbe.
So kann man guten Gewissens eine Reise in die (ehemalige) Flutregion empfehlen …
Dies gilt auch für die Region um die Goitsche, ein durch die Überflutung schneller als gedacht aufgefüllter Tagebau.