Neuer Trend? Urlaub im Nordirak
9.August.2007 admin
Urlaub im Irak? Das klingt in der heutigen Zeit wie ein schlechter Witz. Denn leider ist das einst so attraktive Land durch den anhaltenden Konflikt und die Besetzung durch alliierte Truppen momentan einer der unsichersten Orte der Welt. Doch halt? Im Norden des Landes, genauer gesagt in Kurdistan, zeigt sich ein anderes Bild. Seit mittlerweile 16 Jahren gilt die Region als stabil und so möchte man diese Stabilität in den Provinzen Dohuk, Suleimanija und arbil nun auch nutzen, um Touristen anzulocken. So lesen wir im Spiegel:
Die kurdische Regierung KRG träumt jetzt davon, dass sich die Region zu einem zweiten Dubai entwickelt, zur Drehscheibe des Mittleren Ostens wird. Der Anfang ist gemacht, im Dezember steuerten die Austrian Airlines als erste europäische Fluglinie Arbil an, die Hauptstadt Kurdistans. Wenn der neue Flughafen vollständig ausgebaut ist, verspricht die KRG sogar Platz für den neuen Mega-Jet A380 und will jährlich Millionen Passagiere empfangen, berichtete die "New York Times". "Wir benötigen drei- bis viermal mehr Hotels und mehr Fluglinien, die hierher fliegen", sagte der KRG-Tourismusministe
Ehrgeizige Ziele, die durch den Bau zahlreicher Hotels zusätzlich untermauert werden, insgesamt wurden bereits 3,5 Milliarden US-Dollar investiert, einschließlich einer Werbekampagne mit dem Titel "Der andere Irak".
Dass das Ziel, sich zu einem zweiten Dubai zu entwickeln jemals erreicht wird, ist wohl eher unwahrscheinlich. Doch immerhin ist ein kleiner Anfang gemacht …
Mutig muss man allerdings immer noch sein, um eine Reise in die Region anzutreten. Gelegentliche Bombenanschläge und Warnungen seitens des Auswärtigen Amts sprechen hier für sich, denn
Das Auswärtige Amt warnt weiterhin auch vor der Einreise in den Norden Iraks und ruft Staatsbürger, die sich bereits vor Ort sind, dringend auf, das Land zu verlassen. Dagegen haben Dänemark, Japan oder die Niederlande Kurdistan von der Liste der lebensgefährlichen Regionen gestrichen, sagt der Chef der kurdischen Behörde für internationale Beziehungen, Fala Mustafa Bakir.