Paris: Marais am Ende?

4.April.2008 admin
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© superbez

Kaum ein anderer Stadtteil von Paris ist so einladend wie das Marais. Kleine Boutiquen, koschere Restaurants und unzählige alte Gebäude prägen die Gegend zwischen dem Centre Pompidou und dem Place de la bastille.

Doch glaubt man einem Artikel im Spiegel, so ist das traditionelle jüdische Viertel vom Kommerz bedroht:

Eingeleitet wurde der Wandel des Marais mit dem Bau der neuen Pariser Oper an der Place de la Bastille vor 20 Jahren. Seither haben sich zahlreiche Galeristen und teure Designer-Läden in dem Viertel niedergelassen. Finanzkräftige internationale Handelsketten, wie H+M, Kookai, Lee oder das japanische Design-Kaufhaus Mushi eröffneten Filialen. Das Marais wurde so zu einem Anziehungspunkt für Touristen und einkaufsbummelnde Pariser. All dies ließ die Mieten in die Höhe schnellen.

Wo früher kleine Handwerker ihre Waren und Dienstleistungen anboten sind es nun die "Global Player", eine Entwicklung, die wir auch aus anderen Städten kennen.

Man kann nur hoffen, dass es den Bürgerinitiativen gelingt, zumindest einen Teil der identitätslosen Ketten aus ihrem Viertel zu halten. Denn sonst sieht das Marais bald genauso aus wie die entsprechenden Einkaufsstraßen in jeder beliebigen europäischen Metropole, nämlich langweilig.


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