Peru und der Luxustourismus
11.Juni.2008 admin
© morrissey
Eigentlich sollte sich Peru ja freuen. Denn kaum ein anderes südamerikanisches Land erlebt derzeit einen solchen Tourismusboom. Doch wo früher Abenteurer und Rucksack-Touristen ins Land kamen, werden mittlerweile die Reichen der Reichen angelockt. Bill Gates oder auch cameron Diaz statteten dem Land der Inka bereits einen Besuch ab und natürlich zählt Machu Picchu zu den Top-Destinationen. Entsprechend sind nun auch die Preise explodiert: ein Doppelzimmer mit Blick auf die Inka-Festung kostet umgerechnet 610 Euro und im nahegelegenen Cuzco, das auf einer Höhe von 3.400 Metern liegt, kann sich der Urlauber für 20 Euro die Nacht zusätzlichen Sauerstoff ins Hotelzimmer pumpen lassen wie Net-Tribune berichtet.
Das ist ja eigentlich schön und gut, doch scheinen die BewohnerInnen des Landes nicht so recht von dem Boom zu profitieren. Die meisten Menschen in der Region Cuzco leben von der Landwirtschaft, der Tourismus schafft derzeit nur vereinzelt Arbeitsplätze und das, obwohl die Zahl der einreisenden Urlauber von rund einer Million im Jahr 2002 auf derzeit 1,8 Millionen gestiegen ist:
Die Zahl der Luxusurlauber wird nach Branchenschätzung um rund ein Viertel auf bis zu 200.000 klettern. Die Hotelkette Starwood (Sheraton, Westin) plant innerhalb der nächsten drei Jahre drei Luxushotels, darunter eines in Cuzco. Auch Hilton hat dort ein Grundstück.
Hoffentlich wird dann auch die Bevölkerung beteiligt, denn sonst sind Unruhen vorprogrammiert.
Guter Artikel. Gückwunsch zu ihrer ansprechenden Seite. Mehr über Peru uns andere Länder Lateinamerikas gibt es im lateinamerika-reisemagazin.com.