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von Christoph Römer am 25.02.08

Die Vorwürfe des TUC, eines Verfechters des Reiseboykotts in die südostasiatische Diktatur, lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: "Jeder Burma-Reiseführer bewirbt und ermutigt Reisen in das Land, und signalisiert Touristen damit irrtümlicherweise, das solche Reisen auf ethisch korrekte Weise möglich ist", heißt es in einer Erklärung.
Lonely Planet verteidigt sich damit, dass es schließlich dem Leser überlassen sei, ob er oder sie in das Land fährt und inwiefern damit die dortige Regierung unterstützt wird.
Eine durchaus knifflige Situation: Denn auf der einen Seite ist es in der Tat heikel, in ein solches Land zu fahren. Auf der anderen Seite aber kann man ja nicht genug informieren, damit die Weltöffentlichkeit ein Bild von der Lage vor Ort bekommt:
Die Lonely-Planet-Ausgabe setzt sich mit Pro und Contra einer Burma-Reise explizit in der Einleitung auseinander. Dort führt sie auf, dass Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi gegen den Tourismus ist, Geld der Touristen den Regime zugute kommt, aber auch dass Tourismus die Einheimischen vor Übergriffen schützt und Einzelnen ein Einkommen beschert.
Was soll man davon halten? Boykott oder nicht? Meinungen sind überaus erwünscht.
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