Rechtsextremismus wirkt sich negativ auf Tourismus aus
7.November.2007 admin
Ungeachtet der Beteuerungen zahlreicher Bürgermeister, in ihrer Stadt gäbe es nur "gute Jungs" und keine Rechtsradikale. Ungeachtet mancher Versuche seitens der Politik, das Problem Rechtsradikalismus zu marginalisieren und als Einzelfälle herunterzuspielen: Allein in Mecklenburg-Vorpommern verursacht der Rechtsradikalimus einen Schaden von 200 Millionen Euro und das allein in der Tourismusbranche
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Ipsos im Auftrag der ostdeutschen Tourismusverbände. So lesen wir in der Basler Zeitung:
Sieben Prozent von 1000 Befragten gaben an, wegen rechter Gewalt, Übergriffen auf Ausländer und Wahlerfolgen rechtsextremer Parteien ihr Urlaubsziel geändert zu haben
Weiter erfahren wir:
Nach Schätzung des Tourismusverbands des Landes hätten rund 400'000 zusätzliche Gäste den Nordosten im vergangenen Sommer besucht, wenn er nicht so ein braunes Image hätte.
Vielleicht sorgen diese Zahlen ja dafür, dass das Thema endlich ernster genommen wird. Vermutlich würde sich auch in anderen Bundesländern ähnliche Bilder ergeben und so ist Mecklenburg-Vorpommern nur zu gratulieren, das sie sich als erstes den Problemen für den Tourismus stellen …
Ich frage mich wirklich, wer solche Zahlen errechnet und wo man die angeblichen zusätzlichen Besucher unterbringen wollte. Ich war gerade wieder einmal zwei Wochen auf Rügen und ganz ehrlich, so voll war es Anfang November noch nie.
Noch ein kleiner Nachsatz zu meinem ersten Kommentar:
Ich will damit keine Lanze für den Rechtsradikalismus brechen bei weitem nicht, aber solche Zahlenspielereien gehen mir einfach auf die Nerven