Rhyolite, Nevada

9.Oktober.2005 admin
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In der Wüste, irgendwo zwischen las Vegas und dem Death Valley, liegt das Städtchen Rhyolite. Besser gesagt: lag. Den Rhyolite hat seit fast 90 Jahren keinen Einwohner mehr. Früher hingegen war es die drittgrösste Stadt Nevadas, mit 3 Bahnlinien, Telegraphenstation, 3 Krankenhäusern, 19 Hotels und 53 Saloons. Doch das wichtigste an der Stadt waren die über 50 Goldminen, in denen zu Beginn des 19. Jahrhunderts Gold im Wert von über $100 Millionen gefördert wurde. Der Goldrausch bescherte Rhyolite ein rasantes Wachstum: die Stadt wuchs auf 10.000 Einwohner in weniger als zwei Jahren.

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Das war 1904. 1916 waren die Goldminen ausgebeutet, es gab nichts mehr zu verdienen und die arbeiter zogen weiter. So schnell wie sie gewachsen verschwand Rhyolite auch wieder. 1919 schloss das Postamt und mit dem Postbediensteten verliess der letzte Einwohner Rhyolite. Seit dem holt sich die Wüste ihr Territorium zurück: von den Holzhäusern ist nichts mehr zu sehen, die Strassen sind überwuchert und selbst die wenigen Steinbauten, die Rhyolite hatte, sind in einem recht verfallenem Zustand.

Um die "berreste kümmert sich die Rhyolite Preservation Society. Dieser Verein erreichte, dass Rhyolite von Nevada unter Denkmalschutz gestellt wurde und ihre ehrenamtlichen Mitglieder betreiben Rhyolite als eine Art Freilichtmuseum. Immermehr Touristen verirren sich seit dem in diesen abgelegenen Teil der Wüste – und es lohnt sich! Sie finden eine beeindruckende Geisterstadt, in der die Zeit des Goldrauschs in Kalifornien zu einem Stück erhalten geblieben ist.

Glück Auf!
Raik Hoffmann wohnt in Dresden und ist in der Welt zuhause.


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