Riga kämpft um sein Image

25.Juni.2007 admin
Riga kämpft um sein Image

Es ist die größte und wohl auch bedeutendste Stadt des Baltikums. Mit fast einer Million Einwohnern, ist die lettische Hauptstadt Riga ein wahrer Magnet, nicht zuletzt auch für den Tourismus. Doch lockten in den vergangenen Jahren in erster Linie die einmalige Jugenstil-Architektur und die fast schon vornehm zu nennende Innenstadt, so hat das Image der Stadt an der Düna in der letzten Zeit unter erheblichen Problemen zu leiden.

Doch glaubt man einem Artikel im Spiegel so kommen keineswegs zu wenige Touristen, sondern eher die falschen:

Plakate in der lettischen Hauptstadt, Spots in Funk und Fernsehen – in Riga hat eine einmonatige Kampagne gegen den Ruf der Stadt als europäische Sexmetropole begonnen. Die einheimischen Mädchen sollen vor den Folgen gewarnt werden, wenn sie sich mit Touristen einlassen: Das Image der Stadt würde weiter beschädigt. Sie sollen sich bei One-Night-Stands zurückhalten, fordern die Organisatoren. "Wir wollen, dass die Letten erkennen, dass es ein Problem gibt", sagt Evita Bille von der zuständigen Werbeagentur Alfa Centrs. "Wir wollen nicht als Ort gesehen werden, wo es billigen Sex gibt. Wir wollen kein bangkok des Baltikums werden."

Der Hintergrund sind die zahlreichen Billigflieger, die neuerdings die lettische Hauptstadt anfliegen und scharenweise Sex- und Sauftouristen mitbringen.

Man kann den Letten nur Glück wünschen, dass dieses Image bald vom Tisch ist, denn Riga hat so viel an Geschichte zu bieten: Da ist der Dom, der Rathausmarkt, die bereits erwähnten Jugendstilbauten, aber auch die Petrikirche, das Freiheitsdenkmal oder der spektakuläre Fernsehturm mit einer Höhe von 368,5 Meter.

Mehr Infos über Riga finden sich bei Riga-Facts.de oder auch unter Rigatourism.com.


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