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Europa
von njco am 11.12.05

Nach langen Jahren hinter dem Eisernen Vorhang hat sich Riga herausgeputzt und erstrahlt heutzutage wieder im alten Glanz. Besonders die historische Altstadt legt Zeugnis ab von den Hoch-Zeiten der Stadt als Mitglied der Hanse und Tor zum Osten.
Rekonstruiert und restauriert wurden auch Nationaloper, alte Kaufmannshäuser und die prächtigen Jugendstilgebäude, von denen Riga mehr besitzt als jede andere osteuropäische Stadt. Das weltläufige Flair betonen zudem die prächtigen Boulevards und Alleen, die an warmen Tagen geradezu mediterrane Atmosphäre in die Küstenstadt zaubern.
Sehenswert: Die im 13. Jahrhundert erbaute Peterskirche mit ihrem 140 Meter hohen Turm, das Neue Gildenhaus von 1854, in dem sich der alte Gildensaal aus dem 13. Jahrhundert befindet, sowie der Dom, heute Museum und Konzerthalle.

Geteilt wird die Stadt von den trägen Wassern der Daugava, die eine 600 Meter breite Schneise durch Riga schlägt. Unweit der Ufer finden sich mit Theater, Nationalgalerie und Jakobi-Kathedrale die Preziosen, eingerahmt von großflächigen Grünanlagen, die nicht nur im Frühling und Sommer zum Verweilen einladen. Wahrzeichen und touristische Attraktion ist "Milda", eine Grazie mit weihevollem Blick, die auf einem imposanten Obelisken das Freiheitssymbol des Landes gen Himmel reckt: die drei Sterne Lettlands. 1935 errichtet, diente der 42 Meter hohe Monolith den Letten als stilles Zeugnis ihrer Unabhängigkeit, weswegen die sowjetischen Besatzer seinerzeit selbst das ablegen von Blumen untersagten. Wer sich nicht daran hielt und dabei erwischt wurde, fand sich kurz darauf in Sibirien wieder.
Demonstrative Lebensfreude ist hier inzwischen wieder Zuhause. Rund um die fünf großen Markthallen, wo vor gar nicht allzu langer Zeit noch vorsichtige Stille herrschte, sind jetzt dichtes Gedränge und lautstarkes Diskutieren Trumpf. Grundnahrungsmittel vom Gemüse bis zu diversen Kräutern und exklusive Leckereien liegen hier Stand an Stand, feil geboten von Händlern, denen jedes Mittel recht ist, um sich Gehör zu verschaffen. Nicht minder temperamentvoll geht es am Abend zu, wenn in der autofreien Altstadt sich die Kneipen, Biergärten, Discos und Clubs füllen.
Ausgedehnte weiße Sandstrände (32 km) bietet Jurmala, der mit seinem weißen Quarzsand geradezu zum Sonnenbaden einlädt. Rund vierzig Hotels und Kurhotels offerieren "bernachtungsmöglichkeiten, zum Teil ergänzt durch Heil- und Mineralwasserkuren oder Schönheitspflege, zu vernünftigen Preisen.
Reisebericht Baltikum-Rundreise
Permalink: Riga - Miss Balticum
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Wong
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Kommentar von:
Helena
(05.10.06 4:38 Uhr)
Das hört sich alles sooo schön an! Werde die Sehenswürdigkeiten zu Trivago übertragen... :o)
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