St. Lucia – Urlaub abseits der Luxusressorts
28.Oktober.2009 admin
Man kann über einen Urlaub auf einer Karibikinsel wie St. Lucia gewiss jede Menge Positives schreiben, in einem Punkt müssen Reisende jedoch meist Abstriche machen und dieser heißt Authentizität. Denn die meisten Urlaubsorte in der Karibik sind hermetisch abgeschottete Luxus-Ressorts, die mit der Realität vor Ort nichts zu tun haben.
Im Spiegel findet sich daher ein interessanter Artikel, der den Blick über den Tellerrand am Beispiel der Insel St. Lucia wagt. Die Karibikinsel ist ab Anfang November wieder direkt mit Deutschland verbunden und kann via Condor angeflogen werden. Doch die
Luxus-Oasen der wenigen Glückseligen sind nur eine isolierte Parallelwelt auf der Insel. Das andere, das St. Lucia des berühmtesten Sohnes der Insel, ist weniger glamourös. “Bin einfach ein roter Nigger, der lieben die See, genoss koloniale Erziehung, hab’ Holländisch, Nigger und Englisch in mir, und entweder bin ich ein Niemand oder eine Nation.” So besang Derek Walcott einmal das Inselfeeling. Seit er 1992 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, gilt er als die Stimme der Antilleninsel. Sein St. Lucia, das ungeschönte, von Sklaverei und Befreiung geprägte St. Lucia, beginnt, sobald man die Resorts verlässt und sich in den ungeschminkten Inselalltag stürzt.
Und der besteht aus vielen Bergen, alten Holzhäusern, chemischer Industrie aber auch Rastafarism, Reggae und Bananenfeldern. Die Aufzählung klingt willkürlich doch werden all diese Bereiche im Rahmen einer Rundreise gestreift. Wirklich lesenswert, wenngleich ich vermute, dass die meisten Urlaubshungrigen dann doch lieber in eines der vielen Ressorts ziehen.