Think Big in den Alpen

29.August.2007 admin
Think Big in den Alpen

In punkto Tourismus ist die alpenregion insbesondere in den letzten Jahren oftmals in die Schlagzeilen geraten. Ob russische Touristen in Kitzbühel oder Klimaerwärmung und Verschwinden einzelner Skigebiete – Themen gab (und gibt) es genug. Nichtsdestotrotz macht man sich in der Region mit Hilfe spektakulärer Bauprojekte daran, weiter in die Schlagzeilen zu kommen und Touristen anzulocken. Pimp my Mountain titelt der Spiegel und berichtet über einige der durchaus kühnen Vorhaben. Ein Beispiel ist die 117 Meter hohe Stahl und Glas Pyramide, die das Kleine Matterhorn zu einem Viertausender machen soll:

Draußen zwei Aussichtsplattformen, drinnen – wegen der dünnen Luft nur über Druckausgleichskabinen erreichbar – Restaurants, Kino, Konferenzräume und ein Schwimmbad. In ein paar Monaten will [Tourismusdirektor Danie] Luggen das Baugesuch für die 30 Millionen Euro teure Touristenattraktion einreichen. "Es braucht immer mal wieder Pionierprojekte", sagt er.

Auch auf der altehrwürdigen Schatzalp in Davos, die schon als Vorlage für Thomas Manns Zauberberg diente, soll ein Turm gebaut werden. 105 Meter Höhe, 100 Millionen Euro teuer und mit zahlreichen Ferienwohnungen versehen – so soll die Antwort auf die alten Jugendstilhotels am Ort aussehen und für die Realisierung wurden gleich die Stararchitekten herzog & de Meuron (Hamburger Elbphilharmonie, Allianzarena) verpflichtet.

Dies sind nur einige der zahlreichen Projekte, die die Alpenregion aufmöbeln sollen. Ob aber dieser Gigantismus wirklich zielführend ist, kann man durchaus bezweifeln.


One Response to “Think Big in den Alpen”

  1. Bergpanoramen sind eines der größten natürlichen Ressourcen der Alpenrepublik Österreich. Die Gipfel mit architektonischen Großprojekten zuzukleistern, die in zwanzig bis dreißig Jahren sowieso jeder hässlich findet, ist meines Erachtens eher kontraproduktiv.

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