Tourismus: Hörgeschädigte werden ausgegrenzt

12.April.2007 admin
Tourismus: Hörgeschädigte werden ausgegrenzt

Anfang des Monats hatte ich hier im Reiseweblog bereits ein Posting zum Thema "Barrierefreies Reisen" eingestellt. Und schon "damals" wurde klar, dass die Zielgruppe der Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung nachwievor vernachlässigt wird. Nun hat eine Projektarbeit unter dem Titel "Hörgeschädigte im Tourismus" noch einmal deutlich gezeigt, wie wenig Angebote es für diese Zielgruppe gibt. So berichten die Cuxhavener Nachrichten über die zahlreichen Hürden, die Hörgeschädigte allein in der Nordseestadt in Kauf nehmen müssen:

Das niederschmetternde Ergebnis lässt sich so zusammenfassen: "Hörgeschädigte als Kundenpotential mit besonderen Bedürfnissen finden in der Cuxhavener Tourismusbranche, in den Werbebroschüren des Hotel- und Gaststättengewerbes und bei der Infrastrukturplanungen der Stadt kaum Beachtung".

Man kann sicher davon ausgehen, dass diese Ergebnis auch in vielen anderen deutschen Gemeinden ähnlich aussehen wird. Immerhin ist Cuxhaven mit rund drei Millionen Übernachtungen jährlich eines der größten Strandbäder Deutschlands.

Abhilfe würden da schon Kleinigkeiten schaffen. So finden sich auf der Webseite von Natko, der Nationalen Koordinationsstelle Tourismus für Alle e.V. zahlreiche Orte, die auch auf Menschen mit Behinderung eingerichtet sind sowie Informationen für "Touristiker", also Betreiber von Hotels, Restaurants etc.. Eine checkliste, welche Punkte alle zu beachten sind, bietet die Webseite Nullbariere.de. Große Investitionen sind dafür in aller Regel nicht notwendig, lediglich die Bereitsschaft, initiativ zu werden …


Hinterlasse eine Antwort



Impressum