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Asien
von Christoph Römer am 19.03.08

Wegschauen, boykottieren, hinfahren: Man kann sicherlich darüber streiten, welches nun der richtige Weg ist, um aus westlicher Position mit dem schwelenden Konflikt auf dem "Dach der Welt" umzugehen. Doch interessant ist es schon, dass China mehr und mehr in den Tourismus seiner vermeintlichen "Provinz" investiert.
So berichtet der Spiegel darüber, dass im Mai in Kanding der zweithöchste Flughafen der Welt auf 4.280 Meter Höhe eröffnet wird und schon bald jährlich 330.000 Passagiere abfertigen soll.
Doch:
Die Anpreisungen der chinesischen Führung haben nicht erst seit den blutig bekämpften Aufstände dieser Tage einen faden Beigeschmack. Bereits die Eröffnung der 1142 Kilometer langen bahnstrecke im Jahr 2006 hat international bei Menschenrechtlern und Umweltschutzorganisationen gleichermaßen Kritik hervorgerufen. Die Befürchtungen, dass tibetische Kultur und Religion noch stärker in Gefahr geraten und das Risiko ethnischer Spannungen wachsen könnten, haben sich bewahrheitet.
Besonders perfide ist dabei, dass sich die touristischen Dienstleister allesamt in den Händen der Han-Chinesen befinden, die Tibeter gehen leer aus und bekommen meist noch nicht einmal einen Job als Fremdenführer im eigenen Land. Dazu lautet der Vorwurf China konzentriere sich auf einen Hochdrucktourismus, der die wenigen Attraktionen mit Massen von Besuchern bevölkert.
Nichtsdestotrotz sollte man Potala-Palast, Jokhang-Tempel oder Kloster Kumbum (Ta'er) einmal im Leben gesehen haben.
Mehr Informationen über Tibet finden sich auf der Webseite der Tibet-Initiative oder auch bei Chinaseite.de
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