Umwelt: Ballermann besser als Luxustourismus

4.April.2007 admin
Umwelt: Ballermann besser als Luxustourismus

ballermann ist weniger umweltschädlich als Luxusurlaub – zu diesem griffig formulierten Ergebnis kam eine Studie der Ruhr-Universität Bochum, die Folgen der unterschiedlichen Urlaubsarten auf die Umwelt der Baleareninsel Mallorca untersucht hat. So lesen wir bei Geoscience Online:

Unter ökologischen Aspekten war der pure Massentourismus aufgrund seiner räumlichen Beschränkung eindeutig umweltverträglicher als das mallorquinische Modell des Qualitätstourismus, das landschaftlich und ökologisch zerstörerisch wirkt und daher auch ein enormes ökonomisches Schadenspotenzial in sich birgt, haben langjährige Studien des Geographen ergeben.

"Der große Unterschied zwischen traditionellem Massen- und neuem Prestigetourismus besteht darin, dass der Massentourismus sehr viel höhere Einnahmen bei gleichzeitig sehr viel geringerem Landschaftsverbrauch erzielt", fasst Schmitt zusammen. "Eine bessere Lösung als die Erschließung immer neuer Gebiete für den Tourismus wäre die Qualitätsverbesserung in bestehenden Gebieten mit dem Ziel gleich bleibender Gästezahlen."

Hauptprobleme des Luxustourismus sind beispielsweise der enorme Wasserverbrauch, denn jede Villa braucht ja schliesslich einen eigenen Swimmingpool und auch die Golfplätze müssen bewässert werden. Doch auch die "Landnahme" durch die Luxusurlauber ist besorgniserregend. So schreibt der Spiegel:

Wo früher ursprüngliche Wälder und Steilküsten gewesen seien, machten sich heute Zweitwohnsitze mit zahllosen Swimmingpools und Golfplätze breit.

Vielleicht kommt ja bald der Tag, an dem sich die Mallorciner nach den guten alten Ballermann-Touristen zurücksehnen.


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