USA: Kontrollen behindern Tourismus
11.Juni.2007 admin
Wer heutzutage in die USA einreisen möchte, sieht sich einer ganzen Reihe von Kontrollen gegenüber. Neben elektronischen Fingerabdrücken, Durchsuchungen des Laptops, Speichern von Zahlungsart, Name des Reisebüroberaters, Frage noch stornierten Flügen muss zudem ein umfangreicher Fragebogen ausgefüllt werden. Nun könnte man eigentlich ja sagen, dass von sicheren Flügen jedermann profitiert, doch offensichtlich ist die Wahrnehmung insbesondere deutscher Touristen eine andere:
"Die Amerikaner tun sich und den Touristen keinen Gefallen", kritisierte Klaus Laepple, der Präsident des Deutschen Reise-Verbandes (DRV). "Die USA haben alles getan, um die Einreise zu erschweren.", wie die FTD berichtet.
Weiter lesen wir:
Im vergangenen Jahr zählte die USA nach Angaben der Travel Industry association (TIA) knapp 1,4 Millionen Reisende aus Deutschland – 1999 waren es noch zwei Millionen. Für dieses Jahr wird nur ein leichtes Plus von zwei Prozent erwartet. Dabei gibt es in Deutschland seit Jahren einen Fernreiseboom – nicht zuletzt wegen der Währungsentwicklung.
Doch trotz eines starken euros, der die Preise in den US-Dollar-Staaten deutlich günstiger erscheinen lässt, entscheiden sich immer mehr TouristInnen für andere Staaten. Denn:
Kanada, die Karibik oder auch Asien seien zum Beispiel wesentlich unkomplizierter und würden ebenfalls vom schwachen Dollar profitieren., wie der Focus berichtet.
Die USA werden es vermutlich verschmerzen können, doch trotzdem ist es irgendwie schade, dass das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" nur noch unter Preisgabe zahlreicher persönlicher Daten bereist werden kann …
Ob diese Kontrollen nun paranoid sind oder nicht, wird jeder selbst entscheiden …