Vorzeigetourismus in Ghana
4.April.2008 admin
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Wenn eine Zeitung wie das Neue Deutschland schon über sanften Tourismus schreibt, dann kann man fast sicher sein, dass keine Ausbeutung oder Marketing-Interessen im Spiel sind. So erfahren wir, dass im westafrikanischen Ghana seit ein paar Jahren eine neue Form der Entwicklungshilfe etabliert wurde:
Auch die niederländische Hilfsorganisation SNV setzt auf die Zusammenarbeit mit örtlichen Strukturen. Neben klassischen Entwicklungsprojekten unterstützen die Niederländer seit einigen Jahren den gemeindebasierten Tourismus in Ghana. Dieses sehr junge Graswurzel-Modell geht auf die Initiative der Dörfer selbst zurück. Ein Pionier der Dorftourismusidee ist die Gemeinde Mesomargo, die am Rande des Kakum-Nationalparks liegt. Den Touristen erwartet hier allerdings kein großer Luxus: In dem abgelegenen Dorf gibt es weder Strom noch einen Wasser- oder Telefonanschluss.
Das klingt exotisch und ist es auch, doch fließen die Einnahmen aus dem Tourismus direkt in die Kassen der einzelnen Dörfer. Grund genug, die Projekte auszuweiten und so existieren derzeit weiter 14 derartige Dörfer, weiter 16 sind in Planung.
Ist damit schon das Ende der Fahnenstange erreicht? Wohl kaum. Denn:
"Bis jetzt ist in Ghana noch nicht erkannt worden, wie wichtig Tourismus ist und wie viel Geld er bringen kann", erklärt die SNV-Vertreterin. Deshalb gebe es bis jetzt auch keinen nennenswerten Strand- oder Erlebnistourismus im Land. Das ist allerdings angesichts der traumhaften Sandstrände, der zahlreichen Naturparks und des kulturellen Reichtums kaum nachvollziehbar.
Es ist zu hoffen, dass sich dies bald ändern und Ghana mehr und mehr entdeckt wird.