Zu Gast auf Hallig Süderoog
28.August.2007 admin
Zuerst hatte ich ja ein wenig Skrupel über die Hallig Süderoog zu schreiben. Denn schließlich wird dieses abgeschiedenen Fleckchen lediglich von einem einzigen ehepaar bewohnt und eignet sich nicht für einen Aufruf zum Massentourismus. Doch in diesem Fall ist es "Mutter Natur", die die Besucherströme regelt, denn die Hallig kann nur bei Ebbe und dann durch einen Fußweg von eineinhalb Stunden erreicht werden. So schreibt die "Zeit" über die gut 60 Hektar große Insel:
Ein Land aus Meeresschlick und Festlandresten mitten im Nordfriesischen Wattenmeer. Nirgends ein Baum, nur ein Hügel mit einem Häuschen drauf.
Was klingt, wie eine verschrobene Aussteigerexistenz ist in Wirklichkeit gelebte Erhalt der Hallig, denn dadurch, dass das Ehepaar Matthiesen auf dem Land Viehwirtschaft betreibt, wird der Boden gefestigt und das Gras bleibt stets kurz. Nichtsdestotrotz scheint das Ende dieser abgeschiedenen Idylle in Sicht zu sein:
Die Flut überschwemmt das Land heute nicht mehr fünfzig-, sondern hundertmal im Jahr, sagt Matthiesen. Oft ragt nur noch die Warft, der Hügel mit dem reetgedeckten Bauernhaus, aus dem Wasser. Die Flut wird bedrohlicher, je höher der Meeresspiegel steigt, je häufiger die Stürme werden, die das neue Klima mit sich bringt. Alle sechs Stunden kommt sie, sechs Stunden lang geht sie. Sie zäunt das Land ein und lässt es frei.
Wer nun Lust bekommen hat, Süderoog kennenzulernen, findet auf der Webseite der benachbarten Insel Pellworm mehr Informationen. Wahlweise sei auf Wikipedia hingewiesen, wo Süderoog ein umfangreicher Artikel gewidmet wird.