Zwischen Litauen und Russland: Die Kurische Nehrung

24.September.2007 admin
Zwischen Litauen und Russland: Die Kurische Nehrung

Als ehemaliger Teil Ostpreußens zählt die Kurische Nehrung seit dem Jahr 2000 zum UNESCO Weltnaturerbe. Der nur rund 98 Kilometer lange Landstreifen, den man auch Halbinsel nennen könnte, liegt zwischen den Städten Klaipėda (dt.: Memel) und Selenogradsk (deutsch: cranz).

In Klaipeda finden sich noch zahlreiche Spuren der ehemaligen deutschen Besiedlung und noch bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs waren sämtliche Straßennamen deutsch. Heute befindet sich in der knapp 200.000 Einwohner-Stadt der bedeutendste Hafen Litauens. Sehenswürdigkeiten sind der Simon-Dach-Brunnen und die Altstadt mit den zahlreichen Fachwerkhäusern.

Von Klaipedia aus, geht es Richtung Westen und ungefähr nach der Hälfte, der rund 100 Kilometer langen Strecke über die Kurische Nehrung erreicht man die russische Grenze. Davor sollte man aber unbedingt das Dorf Neringa-Nida (deutsch: Nidden) besichtigen. Hierüber lesen wir bei Reise-nach-Ostpreußen:

ein Fischerdorf, in dem sich in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts viele Künstler niederließen. Das Thomas-Mann-Haus auf dem Schwiegermutterberg ist restauriert worden und beherbergt ein Museum. Besonders sehenswert sind die Kirche und der Friedhof mit eigenartigen, verwitterten Grab-Brettern der Kuren.

Am Ende der Reise steht dann Selenogradsk, was soviel wie "die grüne Stadt" heißt und im Deutschen als Cranz bekannt war. Unweit von Kaliningrad/Königsberg gelegen, findet man hier eine hübsche Kurstadt an der Ostseeküste vor. Informationen und Tipps für Hotels, Restaurants etc. finden sich unter Kaliningrad.aktuell.ru.


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